Singles Day Aktion: 8 einfache Ideen für kleine Läden
Singles Day Aktion für kleine Läden: Flash-Sale um 11:11, Einheitspreis, Sets und Geschenke, dazu ein Zeitplan und Tipps, wie Kunden davon erfahren.
Der 11.11., auch Singles Day genannt, ist zu einem der großen Shopping-Tage des Jahres geworden, und das nicht nur bei den großen Online-Plattformen. Kunden warten darauf, also sollte auch Ihr Laden ein eigenes Angebot haben. Hier finden Sie Ideen für eine Singles Day Aktion, die Modeläden, Handyshops, Blumenläden, Nagelstudios und kleine Cafés leicht umsetzen können, mit Zeitplan und Wegen, Kunden ohne Werbebudget zu erreichen. Zwei Wochen vor dem Black Friday ist das auch ein guter Probelauf.
Kurz zusammengefasst, 8 Schritte für Ihre Aktion am 11.11.:
- Ab Anfang November planen
- Flash-Sale um 11:11 Uhr
- Einheitspreis und Sets
- Geschenke statt hoher Rabatte
- Ideen für jede Art von Laden
- Das Angebot auf Website, WhatsApp und Google zeigen
- Bestellungen und Versand vorbereiten
- Fehler, die Sie vermeiden sollten
1. Ab Anfang November planen
Hastig geplante Aktionen haben zu wenig Ware, zu wenig Personal und erreichen Kunden zu spät. Ein einfacher Zeitplan:
- Etwa 1.–5. Nov.: 1–2 Hauptangebote wählen, Kosten kalkulieren, Bestand prüfen, zusätzliche Kartons, Tüten und Karten bestellen.
- Etwa 5.–7. Nov.: echte Produkte fotografieren, Angebotstext schreiben, Website aktualisieren.
- 8.–10. Nov.: Angebot ankündigen, Vorbestellungen öffnen, Stammkunden anschreiben.
- 11. Nov.: genug Leute für Nachrichten und Anrufe einplanen; sobald etwas ausverkauft ist, sofort „ausverkauft“ markieren.
- 12.–13. Nov.: restliche Bestellungen versenden, Danke sagen, notieren, was am besten lief.
Wenige, klare Angebote sind leichter umzusetzen und verkaufen sich besser als zehn kleine.
2. Flash-Sale um 11:11 Uhr
Das Datum selbst ist schon ein guter Aufhänger. Wählen Sie Zeitfenster mit der Zahl 11, damit Kunden auf die Uhr schauen:
Ein Flash-Sale braucht eine klare Start- und Endzeit, damit Kunden rechtzeitig da sind. Foto: Carlo Raso (PD).
- Flash-Angebote um 11:11 und 23:11 Uhr: einige Artikel zum Sonderpreis, nur solange der Vorrat reicht.
- Die ersten 11 Kunden, die schreiben oder in den Laden kommen, bekommen ein Extra-Geschenk.
- Angebote nach Uhrzeit für Cafés und Dienstleister: bessere Angebote in ruhigen Stunden (etwa am frühen Nachmittag) verteilen die Kunden über den Tag.
Nennen Sie Startzeit, Endzeit und Stückzahl. Klare Regeln schaffen Vertrauen.
3. Einheitspreis und Sets
Einheitspreise und Sets sind sofort verständlich, und Sie müssen nicht jeden Artikel stark reduzieren:
- Alles für 11 € oder 21 € bei einer ausgewählten Produktgruppe, etwa Accessoires, T-Shirts oder kleine Blumenboxen.
- 2er-Sets: Oberteil + Hose, Handy + Hülle + Schutzglas, Gel-Maniküre + Pediküre. Das Set kostet etwas weniger als einzeln.
- 3 für 2 bei günstigen Artikeln oder Rabatt auf das zweite Teil.
Wählen Sie Produkte mit genug Bestand und klaren Kosten, damit Sie keine Bestellungen stornieren müssen, wenn mehr gekauft wird als gedacht.
4. Geschenke statt hoher Rabatte
Hohe Rabatte fressen Ihre Marge und gewöhnen Kunden daran, auf Rabatte zu warten. Etwas dazuzugeben hält Ihren Preis, und Kunden haben trotzdem das Gefühl, zu gewinnen.
Ein kleines, schön verpacktes Geschenk bleibt länger im Gedächtnis als eine Rabattzahl. Foto: rawpixel (CC0).
- Geschenk ab einem Bestellwert, zum Beispiel ab 50 € eine Stofftasche, ein Schlüsselanhänger oder eine handgeschriebene Karte.
- Ein Gutschein für den nächsten Einkauf, gültig im Dezember: ein Grund, zu Weihnachten wiederzukommen.
- Kostenlose Geschenkverpackung für Bestellungen, die verschenkt werden.
- Vorteile für Stammkunden: wer schon bei Ihnen gekauft hat, darf früher reservieren oder bekommt ein besonderes Geschenk.
5. Ideen für jede Art von Laden
Jede Branche geht den 11.11. etwas anders an. Ein paar Ideen zum Start:
Ein Modeladen kann T-Shirts und Accessoires an einer Stange mit Einheitspreis für den 11.11. sammeln. Foto: Artem Beliaikin (CC0).
- Modeläden: Stange mit Einheitspreis, Kombi aus Ober- und Unterteil, kostenloser Größentausch innerhalb von 7 Tagen für Bestellungen vom 11.11. Siehe die Website-Vorlage für Modegeschäfte.
- Handyshops und Zubehör: Hülle oder Schutzglas gratis, oder Inzahlungnahme am Aktionstag. Siehe die Vorlage für Handyshops.
- Blumenläden: kleine Blumenboxen zum Einheitspreis mit Lieferung am selben Tag. Siehe die Vorlage für Blumenläden.
- Nagelstudios und Kosmetik: Pakete im Vorverkauf, gültig bis Jahresende, mit einem Extra bei Buchung vor dem 11.
- Cafés und kleine Restaurants: zweites Getränk oder Gericht günstiger während des Flash-Sales, oder doppelte Stempel auf der Treuekarte am 11. November.
6. Das Angebot auf Website, WhatsApp und Google zeigen
Kunden müssen das Angebot dort sehen, wo sie ohnehin schauen. Ohne bezahlte Werbung machen diese Stellen schon den Unterschied:
- Ihre Website: ganz oben eine Zeile mit dem Angebot, Preise der Aktionsartikel ändern, Enddatum nennen. Hat Ihre Website schon WhatsApp- und Anruf-Buttons, bestellen Kunden mit einem Tipp.
- WhatsApp, Instagram: Stammkunden zweimal anschreiben: bei der Ankündigung und am Morgen des 11. Nicht öfter.
- Soziale Netzwerke: den Angebotsbeitrag oben anpinnen und auf die Website verlinken.
- Google Maps: das Angebot im Eintrag mit Beiträgen im Google-Unternehmensprofil veröffentlichen, damit es auch Leute sehen, die in der Nähe suchen.
- An der Kasse: ein Schild mit QR-Code zur Angebotsseite aufstellen.
Noch keine Website? Lesen Sie, wie Sie eine kostenlose Website erstellen, oder Sie können eine kostenlose Website-Vorlage auswählen, Texte, Fotos und Preise ändern und sie in etwa 5 Minuten veröffentlichen, rechtzeitig zum 11.11.
7. Bestellungen und Versand vorbereiten
Am Aktionstag kommen die Bestellungen in wenigen Stunden. Bereiten Sie sich vor, damit kein Kunde verloren geht:
- Ein Ort für alle Bestellungen, zum Beispiel eine einzige Google-Tabelle, statt dass jeder woanders notiert.
- Vorbereitete Antworten: Bestellbestätigung, Versandkosten, ausverkauft.
- Bestseller am Vortag vorverpacken.
- Lieferzeit vorab mitteilen bei späten oder weit entfernten Bestellungen, damit Kunden nicht mehrmals nachfragen.
8. Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Preise erst erhöhen und dann „reduzieren“: Kunden merken das und verlieren Vertrauen.
- Keine Bedingungen nennen: ohne Enddatum, Stückzahl oder Aktionsartikel gibt es Streit.
- Bestellungen trotz Ausverkauf annehmen: sofort „ausverkauft“ auf Website und in sozialen Netzwerken markieren.
- Vergessen, das Angebot zu entfernen: nach dem 11. die Preise zurücksetzen und „Aktion beendet“ schreiben.
Eine Aktion zum 11.11. muss nicht groß sein. Ein klares Angebot, eine Website mit den richtigen Preisen und eine Nachricht zur richtigen Zeit an Stammkunden reichen, um mehr Bestellungen zu bekommen und einen Grund, Kunden zum Black Friday und zu Weihnachten wieder einzuladen.
Vorlagen in diesem Artikel
Häufige Fragen
Lohnt sich der Singles Day, wenn ich nicht auf großen Plattformen verkaufe?
Ja. Am 11. November rechnen viele Kunden inzwischen mit Angeboten. Das ist eine gute Gelegenheit, Stammkunden zurückzuholen und neue Kunden zu gewinnen, auch wenn Sie nur im Laden, per Messenger oder über soziale Medien verkaufen.
Wie hoch sollte der Rabatt sein?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Rechnen Sie zuerst Ihre Kosten durch, damit Sie Ihren maximalen Rabatt kennen. Viele kleine Läden setzen lieber auf Einheitspreise, Sets oder Geschenke statt hoher Rabatte, um keinen Verlust zu machen.
Wie lange sollte die Aktion laufen?
Für das Hauptangebot reicht der 11. November. Sie können 3–5 Tage vorher Vorbestellungen annehmen und 1–2 Tage für Nachzügler dranhängen, nennen Sie aber immer das Enddatum.
Wie informiere ich Kunden ohne Werbebudget?
Stellen Sie das Angebot auf Ihre Website und pinnen Sie es in sozialen Netzwerken an, schreiben Sie Stammkunden per WhatsApp, veröffentlichen Sie einen Beitrag in Ihrem Google-Unternehmensprofil und stellen Sie ein Schild mit QR-Code an die Kasse.