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Website oder Facebook-Seite: Was braucht ein kleiner Laden?

Website oder Facebook-Seite für den kleinen Laden? Stärken, Schwächen, eine Vergleichstabelle und wie Sie beides nutzen: Social Media holt Kunden, die Website verkauft.

Schaufenster eines kleinen Ladens voller Dekoartikel mit einem roten OPEN-Schild

Wer einen kleinen Laden eröffnet, fragt sich früh: Website oder Facebook-Seite, was zuerst, und braucht man beides? Eine Facebook-Seite ist kostenlos, vertraut und in Minuten eingerichtet. Eine Website klingt schwieriger und teurer. Tatsächlich macht jede eine andere Aufgabe gut. Dieser Artikel vergleicht beide kurz, mit einer Tabelle nach Branche und einem einfachen Weg, beides zu nutzen, ohne viel mehr Zeit aufzuwenden.

Kurz zusammengefasst, 6 Punkte:

  1. Was eine Facebook-Seite gut kann
  2. Was eine Website gut kann
  3. Vergleichstabelle Website und Facebook-Seite
  4. Wann eine Facebook-Seite reicht
  5. Wann eine Website dazukommen sollte
  6. Beides nutzen: Social Media holt Kunden, die Website verkauft

1. Was eine Facebook-Seite gut kann

Die größte Stärke einer Facebook-Seite (oder eines Instagram-Geschäftskontos): Ihre Kunden sind schon dort. Sie posten, Kunden scrollen vorbei, liken, kommentieren und schreiben Ihnen.

  • Neue Leute erreichen: Beiträge werden geteilt, auch Freunde Ihrer Kunden sehen sie.
  • Schnell ins Gespräch kommen: Kunden fragen, Sie antworten im Messenger.
  • Tägliche Neuigkeiten: neue Ware, frische Lieferungen, Kundenfotos.
  • Kostenlos und einfach: Wer Facebook nutzt, kann eine Seite anlegen.

Die Schwäche: Ältere Beiträge rutschen schnell nach unten. Wer Preise oder Öffnungszeiten sucht, muss scrollen und schreibt am Ende doch eine Nachricht. Außerdem entscheiden nicht Sie, wer Ihre Beiträge sieht, sondern die Plattform.

2. Was eine Website gut kann

Eine Website ist Ihr Laden im Internet: rund um die Uhr offen, so geordnet, wie Sie wollen, und nichts geht unter.

Brotregal mit Namens- und Preisschild an jedem Brot Wie ein Brotregal mit Preisschildern zeigt eine Website alle Produkte und Preise, ohne dass jemand fragen muss. Foto: Daria Shevtsova (CC0).

  • Bei Google gefunden werden: Wer „Bäckerei in der Nähe“ oder „Blumenladen Innenstadt“ sucht, kann auf Ihrer Website landen.
  • Alles an einem Ort: Produkte, Preise, Öffnungszeiten, Adresse, Karte, häufige Fragen.
  • Bestellungen und Termine eingebaut: Kunden füllen ein Formular aus, das per Chat oder in Google Sheets ankommt.
  • Ein Link für alles: auf Visitenkarten, als QR-Code an der Kasse, in WhatsApp und Google Maps.

Die Schwäche: Eine Website holt nicht von selbst Leute ab, die nur scrollen, wie es soziale Netzwerke tun. Sie muss einmal ordentlich eingerichtet werden, und Preise müssen aktuell bleiben.

3. Vergleichstabelle Website und Facebook-Seite

Facebook-SeiteWebsite
KostenKostenlosKann kostenlos sein; eigene Domain kostet
Neue Leute erreichenStark, durch Teilen und BeiträgeSchwächer, über Google und geteilte Links
Bei Google gefunden werdenBegrenztGut, mit genug Text und Angaben
Alle Produkte und Preise sehenSchwierig, Beiträge rutschen wegEinfach, nach Kategorien geordnet
Bestellungen und TerminePer Nachricht, von Hand abgetipptFormular landet im Chat oder in Google Sheets
Wer entscheidet, wer es siehtDie PlattformSie
Tägliche NeuigkeitenIdealBesser für Angaben, die sich selten ändern

Die Tabelle zeigt es: Die Seite ist fürs Gespräch, die Website zum Zeigen und Bestellen.

4. Wann eine Facebook-Seite reicht

Eine Seite reicht, solange das Geschäft klein ist und vor allem über Bekannte läuft:

Obststand auf dem Markt mit Schalen voller Erdbeeren und Heidelbeeren und Kreidetafeln mit Preisen Kleiner Stand, wenige Produkte, Stammkunden: Eine Seite und eine Preistafel können genügen. Foto: Daria Shevtsova (CC0).

  • Sie verkaufen weniger als etwa 10 Artikel, die Preise ändern sich selten.
  • Ihre Kunden sind vor allem Freunde, Nachbarn und bestehende Follower.
  • Sie testen eine Idee und wissen noch nicht, ob Sie dabeibleiben.
  • Sie haben keine feste Adresse für Kunden.

Dann pflegen Sie die Seite gut: ein schönes Titelbild, eine klare Info, was Sie verkaufen, Ihre Antwortzeiten und ein angepinnter Beitrag mit Preisen.

5. Wann eine Website dazukommen sollte

Eine Website lohnt sich, wenn Kunden immer wieder dieselbe Frage stellen oder wenn Sie von Fremden gefunden werden wollen:

  • Sie haben etwa 10 bis 15 Produkte oder Leistungen oder mehr, mit Preisen, Größen, Farben.
  • Sie haben einen Laden oder eine feste Adresse und brauchen Öffnungszeiten und Karte.
  • Sie nehmen Termine (Friseur, Kosmetik, Praxis) oder Vorbestellungen (Torten, Blumen, Geschenke) an.
  • Sie wollen bei Google und Google Maps gefunden werden, nicht nur auf Facebook.
  • Sie verkaufen an Touristen und brauchen mehrere Sprachen oder Währungen.

Blumenladen mit vielen Vasen voller Rosen, Chrysanthemen und Tulpen in den Regalen Ein Blumenladen mit vielen Designs und Preisen: Auf der Website wählen Kunden aus, bevor sie schreiben. Foto: rawpixel (CC0).

Nehmen wir einen Blumenladen mit 50 Straußvarianten. Auf Facebook scrollen Kunden Beitrag für Beitrag und fragen „Was kostet der hier?“. Auf der Website filtern sie nach Anlass, sehen den Preis, tippen „diesen Strauß bestellen“ und wählen den Liefertag. Sie bestätigen nur noch.

6. Beides nutzen: Social Media holt Kunden, die Website verkauft

Für die meisten kleinen Läden ist es am besten, beides zu nutzen, jedes mit seiner Aufgabe:

  • Posten Sie wie gewohnt auf Facebook oder Instagram und schließen Sie mit dem Link: „Alle Designs und Preise auf …“.
  • Setzen Sie den Website-Link in den Info-Bereich der Seite, die Instagram-Bio, Ihr WhatsApp-Business-Profil und Ihren Google-Maps-Eintrag. Lesen Sie, wie Sie Ihr Unternehmen bei Google Maps eintragen.
  • Antworten Sie mit einem Link: Fragt jemand nach Preisen, schicken Sie den Link zur passenden Kategorie, statt alles neu zu tippen.
  • Drucken Sie einen QR-Code zur Website, für die Kasse und die Tragetaschen.

So bringen soziale Netzwerke weiter neue Leute, während die Website die festen Infos bereithält und Bestellungen für Sie annimmt, auch nachts. Zum Vergleich der Baukästen siehe den Vergleich kostenloser Website-Baukästen; Metas offizielle Anleitungen finden Sie in der Facebook-Hilfe für Unternehmen.

Noch keine Website? Lesen Sie, wie Sie eine kostenlose Website erstellen, in etwa 5 Minuten, oder wählen Sie ein Design aus der Bibliothek kostenloser Website-Vorlagen, etwa die Vorlage Bäckerei oder Blumenladen, ändern Sie Name, Fotos und Preise und verlinken Sie sie auf Ihrer Seite.

Vorlagen in diesem Artikel

Häufige Fragen

Sollte ein kleiner Laden mit einer Website oder einer Facebook-Seite anfangen?

Wenn Sie wenige Artikel verkaufen und die meisten Kunden Sie kennen, reicht für den Anfang eine Facebook- oder Instagram-Seite. Ab 10 bis 15 Produkten, mit Preisliste, Öffnungszeiten oder dem Wunsch, bei Google gefunden zu werden, kommt eine Website dazu.

Ich habe schon eine Facebook-Seite. Brauche ich trotzdem eine Website?

Pflicht ist sie nicht, aber eine Website macht Sie bei Google sichtbar, zeigt alle Produkte und Preise an einem Ort und nimmt Bestellungen oder Termine an, ohne dass man Ihnen erst schreiben muss. Die Seite bleibt für Beiträge und Gespräche.

Kostet eine Website Geld?

Sie kann kostenlos sein: Vorlage wählen, Name, Fotos und Preise ändern, veröffentlichen. Bezahlen müssen Sie nur für eine eigene Domain wie meinladen.de.

Kann eine Website meine Facebook-Seite ersetzen?

Besser nicht. Soziale Netzwerke erreichen neue Menschen und eignen sich für Gespräche; die Website zeigt alles und nimmt Bestellungen an. Zusammen wirken sie am besten.